
Mit La vita va così legt Riccardo Milani eine Komödie mit tiefgründigem Ton vor, die über das heikle Gleichgewicht zwischen Fortschritt und Identität nachdenkt. Präsentiert als Eröffnungsfilm der Festa del Cinema di Roma 2025, erzählt der römische Regisseur erneut von den „Menschen, die bleiben“ und wählt diesmal Sardinien als Schauplatz einer Geschichte, die Ironie, Gefühl und ziviles Bewusstsein vereint.
An den noch unberührten Küsten des Südens der Insel treffen zwei gegensätzliche Welten aufeinander. Auf der einen Seite Efisio Mulas, ein einsamer Hirte, der im Einklang mit seinem Land lebt; auf der anderen Giacomo, ein Mailänder Unternehmer, der im Namen des Fortschritts und des Profits ein Luxusresort bauen will. Der hartnäckige Widerstand von Efisio, der jedes Angebot ablehnt, um sein Zuhause nicht aufzugeben, wird zum Symbol eines grösseren Kampfes: jenes zwischen denen, die ihre Wurzeln verteidigen, und denen, die die Vergangenheit opfern, um der Zukunft nachzujagen.
Milani baut eine Sozialkomödie, die von Würde, schwierigen Entscheidungen und dem Wert der Erinnerung spricht. Zwischen atemberaubenden Landschaften und Dialogen, die zwischen Leichtigkeit und Intensität wechseln, erinnert uns der Film daran, dass das Territorium nicht nur ein physischer Ort ist, sondern auch ein kollektives Erbe, das es zu bewahren gilt.

Virginia Raffaele überrascht in einer dramatischen, massvollen und authentischen Rolle, während Diego Abatantuono eine überzeugende Interpretation eines von Ehrgeiz beherrschten Mannes bietet. Die Regie von Milani, seinem empathischen und direkten Stil treu, begleitet mit Feingefühl eine Geschichte, die von Wurzeln, Mut und Verantwortung erzählt. La vita va così beschränkt sich nicht darauf, einen Zusammenstoss zwischen Vergangenheit und Zukunft zu erzählen: Der Film lädt dazu ein, darüber nachzudenken, was wir bereit sind, im Namen des Fortschritts zu verlieren. Es ist ein Film, der uns mit der einfachen und menschlichen Sprache, die typisch für seinen Autor ist, daran erinnert, dass „bleiben“ ein Akt der Freiheit sein kann.
Der Film läuft jetzt auch in der Deutschschweiz und im Tessin mit Vorführungen in italienischer Sprache in den folgenden Städten:
Arena Cinemas Basel: 18.00 Uhr (Saal 7 – I), 20.25 Uhr (Saal 2 – I)
Forum Bellinzona: 18.00 Uhr (Saal – I)
CineStar Multicinema Lugano: 15.00 Uhr, 17.50 Uhr, 20.50 Uhr (Saal 6 – I)
Multisala Mendrisio: 20.30 Uhr (Saal – I)
youcinema Oftringen: 18.00 Uhr (Saal 4 – I)
Arena Cinemas Zürich: 14.40 Uhr (Saal 15 – I), 17.40 Uhr (Saal 2 – I), 20.55 Uhr (Saal 16 – I)
Die grossen italienischen Filme im Kino in der Schweiz mit www.morandinifilm.com