
Der Spielfilm Il colore del dolore (Die Farbe des Schmerzes), den Benigno selbst zusammen mit Carlo Baldacci Carli geschrieben hat, erzählt die Geschichte von Francesco, einem Strassenjungen, der sich mit Gelegenheitsgeschäften durchschlägt. Eines Tages begleitet Francesco einen Freund zum Casting für einen wichtigen Film, der in der Stadt gedreht werden soll, und so findet auch er sich fast zufällig bei den Auswahlgesprächen wieder. Bei dieser Gelegenheit muss Francesco die entscheidenden Ereignisse seines Lebens noch einmal durchgehen, die ihn zu dem Jungen gemacht haben, der er ist. Der frühe Verlust der Unschuld durch eine schwierige Kindheit, geprägt vom Drama des zu frühen Todes seiner Mutter und von den Schikanen eines übermässig autoritären Vaters, hat ihn in das verkommene Umfeld des Strassenlebens stürzen lassen. Die späteren Begegnungen haben ihn in eine ungestüme und zügellose Jugend gezogen, die ihn zuerst unter die Obhut der Sozialdienste und dann in Besserungsanstalten geführt hat. Jetzt steht Francesco dank des Kinos vor der Gelegenheit, sein Leben vollständig zu verändern. Wird er sie ergreifen und sich von einem unerbittlichen Schicksal freikaufen können, das bereits geschrieben zu sein scheint?

Wie aus der Inhaltsangabe hervorgeht, schöpft Il colore del dolore aus der biografischen Erfahrung des Schauspielers selbst, der 1989 von Marco Risi in Mery per sempre entdeckt wurde. Hauptdarsteller von Il colore del dolore sind eine Gruppe junger Sizilianer, ausgewählt unter den über 3000 Schauspielanwärtern, die zu den Castings in der sizilianischen Hauptstadt erschienen sind. Francesco als Kind und als Jugendlichem leihen die Debütanten Andrea Alfano und Andrea Lo Vecchio ihr Gesicht. Neben der anerkannten schauspielerischen Professionalität von Benigno selbst, der seinen Vater spielt, wirken Profis der sizilianischen Szene und darüber hinaus mit, etwa Valentina Magazzù, Vincenzo Crivello, Ernesto Maria Ponte, Valentino Pizzuto und Dario Veca. Der Schauspieler und Regisseur ist im Palermo der Wende von den siebziger zu den achtziger Jahren aufgewachsen, in einer Stadt, die von öffentlichen und privaten Dramen zerrissen war und von der er mit Klarheit und Offenheit erzählt. Benigno geht seiner gequälten Jugend und seinem Weg ins Erwachsenenalter nach, geprägt von schicksalhaften Begegnungen, die seine persönliche Wiedergutmachung vorbereiten. Liebe, Glaube, Hoffnung und Institutionen, gesegnet vom Kino, sind die Kräfte, die ihn zu einer ebenso unerwarteten wie rettenden Wiedergeburt führen. Il colore del dolore wird vom Kulturverein „Mary per sempre“ produziert, den Benigno selbst gegründet hat, um den weniger Begünstigten Hoffnung und Zukunft zu geben. Il colore del dolore hat 2020 den Grossen Preis der Kritik des Film Festival Terra di Siena gewonnen. Mit über 30 Jahren Erfahrung im Film- und Fernsehbereich hat Benigno bereits den Kurzfilm Benigno gedreht, ausgezeichnet mit dem Grifone d'Argento am Giffoni Film Festival, sowie den mittellangen Film Scintilla zum Thema Cybermobbing. Die Schweizer „Tour“ von Francesco Benigno wird vom Caves und von der Società Dante Alighieri Cantone Svitto in Zusammenarbeit mit der Missione Cattolica di Lachen, der Società Dante Alighieri di Lucerna und der Società Cooperativa di Winterthur organisiert und medial von Radio Lora Italiana und italoBlogger sowie von verschiedenen Sponsoren unterstützt. Der Schauspieler und Regisseur des Films wird bei allen vier Vorführungen anwesend sein. Das Publikum im Saal kann am Ende des Films Fragen stellen. Francesco Benigno steht während seines Aufenthalts in der Schweiz für Interviews zur Verfügung, die mit der Pressestelle in der Schweiz zu vereinbaren sind.
Donnerstag, 9. November 2023, 19.00 Uhr
Liceo Artistico, Parkring 30, 8002 Zürich
Freitag, 10. November 2023, 19.00 Uhr
Centro Parrocchiale San Francesco, St. Gallerstr. 18, 8400 Winterthur
Samstag, 11. November 2023, 18.00 Uhr
Wäsmeli Träff, Landschaustrasse 6, 6006 Luzern
Sonntag, 12. November 2023, 17.00 Uhr
Kath. Pfarreizentrum, Kirchweg 1, 8853 Lachen (SZ)
Film mit englischen Untertiteln. Eintritt frei. Kollekte zur Unterstützung des Vereins „Mary per sempre“. Moderation: Bruno Indelicato.