Enrico BrignanoLa Grazia al cinema
Pubblicità
Tuttoitalia Logo web
Motoren

Fast ein Tausender und doch Mittelklasse: Testfahrt mit der neuen Aprilia Shiver 900

Fabio Montini hat für uns die neue Aprilia Shiver 900 ABS getestet.
Fast ein Tausender und doch Mittelklasse: Testfahrt mit der neuen Aprilia Shiver 900
August 29, 2018
INSERISCI-QUI-IL-CAMPO-DATA INSERISCI-QUI-AUTORE-NOME INSERISCI-QUI-DATA-AGGIORNAMENTO-OPZIONALE
Fast ein Tausender und doch Mittelklasse: Testfahrt mit der neuen Aprilia Shiver 900

Im fernen Jahr 2007 stellte Aprilia die Shiver 750 vor. Ein Zweizylinder-Motorrad mit fast 100 PS für ein junges und einsteigendes Publikum. 2017 präsentiert Aprilia die Shiver 900. Das angesprochene Publikum sollte laut Aprilia dasselbe sein, nämlich Leute, die mit Motorrädern in den Anfängen stehen. Aber ist es möglich, Anfängern einen Motor von fast einem Liter zu geben? Finden wir es gemeinsam heraus. Bis vor einigen Jahren waren die „Fast“-Tausender nur einem erfahrenen Publikum vorbehalten. Doch die Zeiten haben sich geändert, und diese Aprilia mit einem aufgepumpten Motor gehört zu den neuen Mittelklassemaschinen für ein junges, vielleicht unerfahrenes Publikum, das ein einfaches Motorrad verlangt, das aber zugleich auch mit den etwas stärkeren mithalten kann. Als der Unterzeichnete im mittlerweile fernen Jahr 2004 mit den Motorrädern begann: Die Mittelklasse-Motorräder waren die 600er, oder höchstens gab es die Kawasaki mit der Z750. Heute haben sich die Zeiten geändert. Fast alle Motorradhersteller haben den Hubraum der Motoren ihrer Mittelklasse erhöht. Kawasaki zum Beispiel hat in ihrer kleineren Z einen Motor mit 948 ccm verbaut. Aprilia ist diesem Trend gefolgt und hat die kleine Shiver ins Fitnessstudio geschickt. Der neue Motor hat nun fast 900 ccm und entfesselt 90 Nm. Die PS sind jedoch gleich geblieben (95 PS bei 8750 U/min). Man könnte sich fragen, warum die PS nicht gestiegen sind. Die Antwort ist unserer Meinung nach: Die Shiver darf nicht zu viel sein. Für solche Dinge gibt es die Tuono. Die Shiver soll Spass machen, ohne je Angst einzuflössen. Sie soll euch nur Schauer über den Rücken jagen, aber euch nicht erschrecken.

Sieh dir die Galerie an

Betrachtet man das Motorrad im Stand, können wir euch sagen, dass es sich gegenüber dem letzten Modell nicht stark verändert hat. Nur die Auspuffe haben ein paar ästhetische Retuschen erhalten, die nicht ganz gelungen sind, nun aber sicherlich garantieren, dass der Rücken des Mitfahrers nicht nach verbranntem Benzin riecht. Das Farbdisplay hingegen ist wunderschön. Es ist praktisch dasselbe wie bei der Tuono, nur dass Informationen wie der Schräglagenwinkel und die Rundenzeit verschwunden sind. Also die Dinge, die man auf der Rennstrecke braucht. Alle anderen Dinge, die man auf der Strasse braucht, sind geblieben. Es gibt sogar den durchschnittlichen und den momentanen Verbrauch. Ganz schön viel für ein Mittelklasse-Motorrad, das 10250.- kostet. Beim Anlassen des Motorrads können wir die Sinfonie des V-Zweizylinders mit 90 Grad hören. Euro 4 hat jenes Grollen eines wütenden Löwen ein wenig genommen. Aber der Klang ist sicherlich nicht zu dem eines kastrierten Kätzchens geworden. Im Gegenteil, um ehrlich zu sein, klingt es trotzdem schön, nur ein wenig weniger fesselnd. Im Sattel merkt man sofort, dass es eine Aprilia ist. Das Fahrwerk ist präzise, und es kommt euch vor, als würdet ihr auf Schienen fahren. Das Motorrad fährt dorthin, wo ihr wollt. Präzise! Das Motorrad gibt euch von Anfang an viel Vertrauen. Nur selten in meinem Leben ist es mir passiert, mich sofort mit einem Motorrad wohlzufühlen. Aber hier muss ich sagen, dass wir uns von Anfang an gefunden und Freundschaft geschlossen haben. Der Motor hingegen ist, was er ist. Ein schöner, kräftiger Motor. Mit Biss im unteren Drehzahlbereich und gleichmässig bis 9000 U/min. Persönlich hätte ich mir ein paar PS mehr gewünscht, um jenen zusätzlichen Adrenalinschub zu haben, aber das ist nicht das, was Aprilia will. Aprilia will ein Motorrad, das für alle geeignet ist und eine junge, in der Motorradwelt neue Kundschaft zufriedenstellt. Für jene, die dann jenen Hauch Motor mehr haben wollen, gibt es nach der Lehrzeit mit der Shiver die Tuono. Die anderen werden mit der Shiver zufrieden bleiben. Der Verbrauch der Aprilia ist der eines grossen Motorrads. Wir haben es geschafft, im gemischten Betrieb 7 Liter auf 100 km zu verbrauchen. Nicht wenig im Jahr 2017 für einen nicht gerade bis zum Maximum ausgereizten Motor. Hier gibt es sicherlich noch Arbeit zu tun. Ein weiterer Makel schien uns die sehr hohe Sitzbank zu sein. Im Sitzen fällt es nicht so auf, aber zum Aufsteigen werdet ihr euch, wenn ihr kleiner als 1,75 m seid, ein wenig schwertun. Es bleibt jedoch die Tatsache, dass die Aprilia Shiver wirklich ein gutes Motorrad ist, um anzufangen oder auch um in die Motorradwelt zurückzukehren. Ein schönes Alltagsmotorrad, das euch aber auch jene Schauer garantiert, die nur ein grosses Motorrad geben könnte.

Mehr Informationen zur neuen Aprilia Shiver 900 ABS findest du auf: www.aprilia.ch

Galleria foto

Publicité
Pubblicità
Advertising
Werbung

Continua con la lettura

Read on

Weitere News lesen

Continuer à lire