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Brunori Sas in Zürich, ein internationales Debüt vor dem Publikum des Volkshauses

Fast ausverkaufter Saal beim ersten Auftritt ausserhalb Italiens, zwischen Ironie, Intensität und einem ständigen Dialog mit dem Publikum, alle Fotos ansehen
Brunori Sas in Zürich, ein internationales Debüt vor dem Publikum des Volkshauses
December 19, 2025
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Brunori Sas in Zürich, ein internationales Debüt vor dem Publikum des Volkshauses

Das Konzert von Brunori Sas gestern Abend im Volkshaus in Zürich war fast ausverkauft, ein bemerkenswertes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass es sich um den ersten internationalen Auftritt in der Karriere des Künstlers handelt. Ein wichtiger Schritt, der in die Schlussphase der Italien- und Europatournee fällt und die Fähigkeit des Liedermachers bestätigt, auch ein Publikum jenseits der Grenze zu erreichen, ohne die eigene Identität zu verleugnen.

Die Zürcher Station reiht sich in eine Serie europäischer Termine ein, die Brunori Sas nach Barcelona, London, Brüssel, Paris und Berlin geführt haben, Städte, in denen die Resonanz beachtlich war. Nach Zürich wird die Tournee mit dem letzten Schweizer Termin fortgesetzt, der für Sonntag, 21.12.2025 in Lugano im Palazzo dei Congressi im Rahmen des LAC vorgesehen ist. Auch in diesem Fall sind die Tickets seit Langem ausverkauft.

Auf der Bühne des Volkshauses präsentiert sich Brunori Sas mit einer essenziellen und sorgfältig gestalteten Show, bei der die visuelle Komponente bewusst zurückhaltend bleibt. Die schlichte, kompakte Bühne beherbergt eine achtköpfige Band und verweist gedanklich auf die Bildwelt des letzten Albums, ohne auf aufdringliche Bildschirme oder spektakuläre Effekte zurückzugreifen. Die Entscheidung ist klar: den Songs und den Worten Raum lassen.

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von Mario Parisi und Luca Cocchiero

Schon bei den ersten Stücken zeigt sich eines der Elemente, das die Konzerte von Brunori seit jeher auszeichnet: die Fähigkeit, zwischen sehr unterschiedlichen emotionalen Registern zu wechseln. Die Intensität des Songwritings geht einher mit einer ständigen Ironie, die sich oft gegen ihn selbst, das Publikum und die Mechanismen des Live-Betriebs richtet. Die Monologe unterbrechen das Konzert nicht, sondern werden zu einem festen Bestandteil und schaffen einen direkten, fortlaufenden Dialog mit dem Saal.

Brunori spielt mit der Rolle des Liedermachers, mit den Erwartungen der Zuschauer und mit den Dynamiken der Musikindustrie, doch sobald die Songs erklingen, ändert sich der Ton. Die eindringlichsten Stücke beeindrucken durch die Kraft ihrer Bilder und durch ein Songwriting, das keine Abkürzungen sucht und persönliche wie kollektive Themen mit Klarheit und Feingefühl behandelt. Der energiegeladenere Teil des Konzerts wechselt sich mit intimeren Momenten ab und schafft so ein Gleichgewicht, das die Aufmerksamkeit über die gesamte Dauer der Show hochhält. Das Zürcher Publikum reagiert mit Beteiligung und Aufmerksamkeit, begleitet die bekanntesten Passagen und folgt den nachdenklicheren mit Respekt. Man spürt einen heterogenen Saal, der sowohl aus Landsleuten als auch aus Zuschauern besteht, die sich zum ersten Mal der Welt von Brunori Sas nähern, ein Zeichen für eine Neugier, die über das blosse Ereignis hinausgeht.

Im Finale endet das Konzert mit derselben erzählerischen Kohärenz, die es von Beginn an geprägt hat. Kein überflüssiger Effekt, keine Suche nach künstlichem Staunen. Nur Songs und Worte, mit Bewusstsein und Mass auf die Bühne gebracht. Das fast ausverkaufte Volkshaus ist somit ein ermutigendes Signal für dieses erste internationale Kapitel. Brunori Sas beweist, dass sein über die Jahre mit Kohärenz und Persönlichkeit aufgebauter Weg auch fernab von Italien Gehör finden kann. Mit dem unmittelbar bevorstehenden Termin in Lugano und der Europatournee kurz vor dem Abschluss markiert dieser Schritt eine bedeutende Etappe im Wachstum eines künstlerischen Projekts, das sich weiterentwickelt und sich dabei selbst treu bleibt.

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