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Because we are Italian! Die Maneskin erobern Zürich

Dass der Kartenverkauf ausverkauft ist, überrascht nicht: Die Tickets sind seit Monaten nicht mehr aufzutreiben. Es ist die jüngste Band mit dem grössten Welterfolg, und das Verdienst gehört ganz ihr.
Because we are Italian! Die Maneskin erobern Zürich
April 28, 2023
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Because we are Italian! Die Maneskin erobern Zürich

Dass der Kartenverkauf ausverkauft ist, überrascht nicht: Die Tickets sind seit Monaten nicht mehr aufzutreiben. Es ist die jüngste Band mit dem grössten Welterfolg, und das Verdienst gehört ganz ihr.

Die Bandbreite jener, die sich in einer endlosen Schlange vor dem Eingang des Hallenstadions drängen, reicht von Jugendlichen bis zu den Eltern, die sie gerne begleiten. Während ich einige Fotos schiesse, halte ich inne und spreche mit den Fans, um zu verstehen, warum sie die Band lieben und welchen Künstler sie bevorzugen. Damiano an erster Stelle ( aber mit langen Haaren gefiel er besser) und Vittoria verzaubert alle mit ihrer Energie und ihrer Sinnlichkeit.

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Maneskin kommen an. Sie kommen zweifellos an und verbinden verschiedene Generationen mit einem elektrisierenden und mitreissenden Rock-Repertoire, das jedoch weit entfernt ist vom Stigma der Bands der 70er- und 80er-Jahre, bei denen sich mit dem Wort Rock auch Sex und Drogen verbanden. Eine moderne Sicht also auf dieses Musikgenre, das ohne unnötige Vergleiche mit den grossen Rocklegenden der Vergangenheit in diesem Moment „einfach sein Ding macht“. Sie spielen gut, sie singen sauber ohne den Einsatz elektronischer Hilfsmittel. Sie unterhalten mit ihren provokanten Outfits, doch vielleicht mehr, um für eine fluide, zu akzeptierende Identität einzustehen, als um sich selbst zu feiern.

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Zu Beginn des Konzerts ist die Bühne vollständig von einem riesigen roten Schleier bedeckt, der alles verbirgt, doch bei den ersten Noten und beim ersten Klang von Damianos Stimme bricht das Hallenstadion in einen Schrei der Begeisterung aus, der auch dann anhält, als der Schleier fällt und die ganze Band in ihrer Energie zeigt. Los geht es mit „Don't wanna sleep“, „Gossip“ und „Zitti e buoni“. Damianos Charisma und Bühnenpräsenz verzaubern das Publikum, als wäre er nicht erst 24 Jahre alt: Im Gegenteil, er bewegt sich, feuert an, fasziniert  und singt mit der Ausstrahlung eines Musikveteranen. Bei „Beggin“ bewegt sich das ganze Hallenstadion mit erhobenen Händen und springt im Takt der Musik, wie es selbst bei Rockbands von höchstem Niveau und grosser Erfahrung nur selten vorkommt. Das Konzert ist eine Mischung aus Songs ihres letzten Albums und aus Instrumentalsoli der Bassistin Vittoria mit dem Schlagzeuger Ethan und von Thomas mit  seiner Gitarre, beleuchtet von einem einzigen stimmungsvollen Scheinwerfer. Von der zentralen Bühne aus gehen Damiano und Thomas für zwei poppigere Songs wie „Vent'anni“ in die Mitte des Hallenstadions, doch mit „I wanna be your slave“ und „The loneliest“ bringen sie alle ihre Fans dazu, aus voller Kehle mitzusingen, und rühren sie zutiefst.

Gut gemacht, Leute, stolz auf eine Show, die sich hinter einer internationalen Promotion verbirgt und in jedem Fall stark nach unbändigem italienischem Talent schmeckt!

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