Einunddreissig Jahre nach den Emotionen von Italia '90 verkleidet sich im Olympiastadion in Rom Ciro Immobile als Totò Schillaci, Lorenzo Insigne als Roberto Baggio, und die Nationalmannschaft erlebt erneut eine „magische Nacht" und sichert sich die ersten drei Punkte einer Europameisterschaft, die sie als Protagonistin erleben will. Die Azzurri bestätigen, dass sie alle Voraussetzungen haben, um weit zu kommen, und das 3:0, mit dem sie die Türkei abfertigen, ist ein trügerisches Ergebnis: der Torabstand hätte deutlich grösser ausfallen können. Kein Problem. Es sprechen die Zahlen: neunter Sieg in Folge, neuntes Spiel ohne Gegentor und 28. Spiel in Folge ohne Niederlage (23 Siege und 5 Unentschieden), nur zwei Längen vom Rekord von Vittorio Pozzo entfernt. Und es wäre falsch, den Wert der Türkei zu schmälern, die in den letzten Monaten den amtierenden Weltmeister Frankreich und die Niederlande bezwungen hat. Es gab schlicht kein Spiel. Und wenn Italien in der ersten Halbzeit nur das Tor fehlte, so zeigten Immobile und seine Kollegen in der zweiten Halbzeit, dass es für niemanden etwas zu holen gibt, wenn diese Nationalmannschaft zur Fülle des produzierten Spiels auch ein wenig Abgeklärtheit hinzufügt.
Die Europameisterschaft beginnt mit Rückenwind, doch der Weg nach Wembley ist noch lang. Zu träumen ist jedoch mehr als erlaubt.
Das Programm
Samstag, 12. Juni
*17.30 Uhr – Training (geschlossen)




